Eine weitere Methode für den Bau von Holzhäusern ist die Blockbauweise, wie sie bei Blockhäusern oder Blockhütten angewendet wird. Blockholzhäuser zeichnen sich durch ihre absolute Stabilität und Statik aus und sind in Nordamerika und Kanada sehr verbreitet.

Bei der Blockbauweise werden einzelne vorbearbeitete Baumstämme oder Holzbalken übereinandergelegt und an den Eckverbindungen mit bestimmten Verfahren miteinander verbunden. Als Baumaterial dienen hierbei entweder unbehauene, geschälte Baumstämme, oder komplett profilgefräste Stämme, welche aufgrund ihrer Bündigkeit problemlos übereinandergestapelt werden können. Für die Eckverbindungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Bei der sogenannten Sattelkerbenmethode beispielsweise werden in die einzelnen Bauteile Kerben eingefasst, welche dazu dienen, die einzelnen Stämme oder Balken miteinander zu verkeilen. Ein weiteres Verfahren ist die Schwalbenschwanzmethode. Hierbei wird ein Balken oder Stamm mithilfe von Zinken oder Zapfen mit dem angrenzenden Bauteil verbunden. Die Zinken und Zapfen werden in der Regel ebenfalls aus Holz gefertigt. Somit kann auf den Einsatz von Metallverbindungen generell verzichtet werden. Eine weitere Methode stellt die sogenannte Überblattung dar. Bei dieser Konstruktionsweise werden die einzelnen Stämme seitlich verjüngt und mit Aussparungen an der Ober- und Unterseite versehen, mit deren Hilfe die einzelne Bauteile Verbunden werden können.

Sind die einzelnen Balken oder Holzstämme einmal miteinander verbunden, müssen die Fugen und eventuellen Zwischenräume peinlichst genau abgedichtet werden. In früheren Zeiten dienten hierzu meist bestimmte Moosarten, Flachs oder Lehm. Heute werden hauptsächlich moderne Dämmmaterialien verwendet, um eine bestmögliche Dämmung des Blockhauses zu erreichen. Sind die Außenwände einmal errichtet, werden in der Regel noch Innenwände eingezogen, welche entweder aus Holzplatten oder Verbundstoffen aus verschiedenen Materialien bestehen.