Der Holztafelbau bzw. die Holztafelbauweise ist eine weitere übliche Bauweise für Holzhäuser. Hierbei werden großflächige, selbsttragende Holzbauteile verwendet, welche in der Regel schon im Werk des Herstellers komplett gefertigt und anschließend auf der Baustelle zusammengefügt werden. Je nach Hersteller der Bauteile werden teilweise sogar ganze Außenwände im Werk vorgefertigt. Die einzelnen Bauteile bei einem Holztafelbau bestehen in der Regel aus einer Verbundkonstruktion verschiedener Baustoffe. Hierbei werden sogenannte Holzrippen mit einer Beplankung aus Holz- oder Gipswerkstoffen mit Hilfe von Spezialleim, Nägeln, Klammern, Holzdübeln oder Schrauben verbunden. Auch die Fenster- und Türrahmen werden in der Regel schon im Herstellerwerk in die einzelnen Holztafel integriert. Dies verkürzt und vereinfacht die Innenausbauten des Holzhauses ungemein.

Die einzelnen Bauteile werden zumeist mit Schwertransportern komplett zur Baustelle transportiert und dort entsprechend ihres Verwendungszweckes als Außenwände, Zwischenwände oder als Dach montiert. Bei der Vorfertigung der Einzelbauteile muss unbedingt auf die Einhaltung der Maßhaltigkeit geachtet werden, da es ansonsten später bei der Montage zu erheblichen Problemen kommen kann, wenn die Einzelteile nicht optimal zusammenpassen.

Generell werden von den Herstellerfirmen sowohl einheitliche Typenhäuser, als auch individuelle Modelle angeboten, wobei die meisten skandinavischen Hersteller für Fertigholzhäuser meist individuelle Häuser anbieten und dabei voll und ganz auf die Wünsche und Bedürfnisse des Auftraggebers eingehen..
Holzhäuser, welche mithilfe der Holztafelbauweise errichtet wurden, zeichnen sich hauptsächlich durch ihre einwandfreie Statik, ihre optimale Dämmung und durch die schnelle Montage der einzelnen Holztafeln aus. Aufgrund der umfangreichen Vorfertigung der einzelnen Holztafeln, werden für die Montage der Einzelbauteile zumeist nur wenige Tage benötigt.