Im Gegensatz zu der geläufigen Meinung von Laien stehen Holzhäuser in Sachen Lebensdauer und Wertbeständigkeit herkömmlichen Bauwerken in nichts nach. Ein Forschungsbericht der Universität Leipzig belegt, dass bei Holzhäusern in den letzten 40 Jahren eine enorme Qualitätssteigerung stattgefunden hat. Dies bezieht sich sowohl auf die verschiedenen Bauweisen, als auch auf die Baumaterialien und deren Aufbereitung. Dem Bericht zufolge kann ein Holzhaus bei normalen Instandhaltungsarbeiten weit über 100 Jahre bewohnbar sein. Demnach gibt es keine Gründe, den Grundwert eines Holzhauses geringer einzustufen, als den Wert eines geläufiges Bauwerkes aus Stein oder Beton.

Die Lebensdauer eines Holzhauses hängt in erster Linie von der Qualität der verwendeten Baumaterialien ab. Zumeist werden für den Bau resistente Holzarten, wie Douglasien-, Lärchen- oder Zedernholz verwendet. Zudem muss der Baustoff Holz gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden, da ansonsten Schimmel oder Fäulnis entstehen kann. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise das Imprägnieren mit speziellen chemischen oder natürlichen Holzschutzmitteln, das Vorbehandeln des Holzes mit Hitze, Ultraschall oder hohem Druck. Die Imprägnierung des Holzes findet zumeist in den Werken der Hersteller für Fertigholzhäuser statt. Auch die optimale Dämmung spielt für die Lebensdauer eines Holzhauses eine große Rolle. Je nach dem wie das Holz für den Bau vorbehandelt wurde, kann die Notwendigkeit für einen regelmäßigen, speziellen Außenanstriche des Hauses entstehen.

Für den Bau eines Holzhauses ist auch in Hinsicht auf die Lebensdauer eine intensive, fachgerechte Planung anzuraten. Erfahrene Architekten und Baufirmen, welche sich mit dem Baustoff Holz gut auskennen, können den Bauherrn im Vorfeld optimal beraten.